auch das gehört zur Chronik:

Kurzchronik des
Regionalverbandes der Gartenfreunde Parchim e.V.
(ehemals Kreisverband)
Im Parchimer Raum wurden die ersten Kleingärtner 1933 erwähnt. Ein
konkreter Verein, der Kleingärtnerverein e.V. Parchim, datiert aus dem Jahre
1935 und damit in Zusammenhang stehen die Namen Ewald Neumann und Heinrich
Moldt.
Ob sie nun Gründungsmitglieder waren oder zu den Mitgliedern
zählten, konnte noch nicht festgestellt werden.
Nach dem zweiten Weltkrieg entstand in Parchim am 10. Februar 1946 die
Kleingartengenossenschaft Parchim e.G.m.b.H. Auch bei dieser Neugründung
tauchen wieder zwei Namen auf, Ernst Jarchow und wieder Heinrich Moldt.
1948 zählte dieser Verband bereits 1.560 Mitglieder.
1949 erfolgte die Kleingartenhilfe des Gewerkschaftsvereines der DDR (FDGB). Diese
Hilfe sah die Neuorganisierung der Kleingartenanlagen nach dem System der
Schrebergärten vor. Der FDGB war somit für juristische Fragen und für Materialbereitstellung
und Unterstützung der Vereine zuständig.
Der
Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter wurde am 16. Oktober
1952 ins Leben gerufen.
Am 29. November 1959 (andere Quellen
sprechen vom 22./23. November 1959) wurde in Leipzig der
Zentralverband der
Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) gegründet. Dies war der
Zusammenschluss örtlicher und regionaler Vereine und Verbände. Das Grundanliegen
des Verbandes war es, das Freizeitverhalten zum Nutzen von Erholung und Gesundheit der Bürger zu fördern. Zugleich sollte die Produktion
von pflanzlichen und tierischen Produkten gesteigert werden. So ganz
"nebenbei" hatte der Verband auch eine politische Funktion als
Mitglied in der Nationalen Front zu erfüllen.
Der erste Vorsitzende
in Parchim war Ludwig Howe. In der DDR waren zum ersten Verbandstag 1962
rund 850.000 Mitglieder registriert. Zu diesem Verband gehörten die
Kleingärtner, Siedler, Rassegeflügelzüchter, Rassekaninchen- und
Rassekatzenzüchter, Imker, Edelpelztierzüchter, Ziegen- und
Milchschafzüchter, Rassehundezüchter und späterhin auch die Kanarien- und
Exotenzüchter.
Der Parchimer Verband hatte 1985 2.772 Mitglieder. Dieser
Kreisverband des VKSK wurde zum 31. Dezember 1990 aufgelöst. Durch die
politische Wende 1989/1990 waren die Voraussetzungen nicht mehr gegeben und die
Kleingärtner trafen sich am 09. Juni 1990 zu ihrer Gründungsversammlung
des neuen Kreisverbandes . Theodor Blohm, Vorsitzender des alten Kreisverbandes des VKSK seit 1980, erhielt wieder das Vertrauen und leitete
bis zum Jahre 2003 die Geschicke
des Kreisverbandes der Gartenfreunde Parchim e.V. Unter der Nummer 24 wurde der
Kreisverband am 24. August 1990 in das Vereinsregister beim Parchimer
Amtsgericht eingetragen. Nach den vielfältigen Aufgaben der Umstrukturierung
des Vereines in den Anfangsjahren hat es Theo Blohm nun auch geschafft, den
Verein relativ sicher in das neue Jahrtausend zu steuern. Ihm folgte Jürgen Kahl
als Vorsitzender des Kreisverbandes, dem späteren Regionalverband. Er leitete
von 2002 bis 2008 den Verband und trat aus gesundheitlichen Gründen
überraschend als Regionalvorsitzender im Juni 2008 zurück. Übergangsweise
übernahm der bis dato stellvertretende Vorsitzende des Regionalverbandes,
Michael-Günther Bölsche, als amtierender Vorsitzender die Leitung. Auf der
Delegiertenversammlung am 25. April 2009 wurde Bölsche offiziell zum
Vorsitzenden des Regionalverbandes gewählt.
Heute gehört der Parchimer Verband mit seinen über 40 Vereinen und mehr als 2000
Mitgliedern zu einem geachteten Regionalverband in der Region Westmecklenburg
und im Landesverband. Die Kleingärten, die durch die Mitglieder
bewirtschaftet werden, sind
ein Bestandteil des „öffentlichen Grüns“. Sie sind eine Ergänzung zu den
Mietwohnungen in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde und ein ökologischer
Ausgleich der Landschaft. Als öffentlich zugängliche Grünanlagen bieten sie
nicht nur dem Kleingärtner, sondern in zunehmendem Maße allen Bürgern, eine
aktive und passive Erholungsstätte.
Ab dem 31. März 2007 heißt der Kreisverband Regionalverband
der Gartenfreunde Parchim e.V.
Ab dem 01. Januar 2011 haben
wir mit dem Verein "Am Luckower See" in Sternberg auch den ersten Verein
aus dieser Region in unseren Reihen.
Für uns ist wichtig:
 |
Pflege und Erhaltung unserer Natur
und Umwelt innerhalb und im Umfeld unserer Kleingartenanlagen
|
 |
Förderung der Gartenkultur |
 | Förderung der Landschaftspflege,
des Naturschutzes und der Verschönerung der Heimat, sowie Schaffung und
Erhaltung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere |
 | Aus- und Fortbildung für Obstbau,
Gartenkultur, Naturschutz, Biotop- und Artenschutz |
 | Beratung der Vereine und deren Mitglieder
in Fragen des Kleingartenrechts, des Versicherungsschutzes und aller anderen
Fragen im Zusammenhang des Kleingartenvereins |
 | Zusammenarbeit aller
gleichgesinnter Organisationen und Verbände |