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Auch im Internet gibt es
Verhaltensregeln,
die ein Verein bei der
Erstellung eigener Webseiten beachten sollte.
Aus diesem Grunde geben wir hier einige
Hinweise:
Internetauftritt
Gästebücher im Netz

Internetauftritt ja – aber wie ist es
richtig?
Die Auftritte im Internett
schießen wie Pilze aus dem Boden. Durch relativ preiswerte Software ist es
fast jedem möglich, selbst gestaltete Seiten ins Netz zustellen und damit
weltweit nutzbar zu machen. Neben Firmen und privaten Homepage werden auch
immer mehr Präsentationen von Vereinen, auch den Kleingärtnervereinen,
veröffentlicht. Die Qualität ist dabei sehr unterschiedlich.
Grundsätzlich sollte man sich
darauf beschränken, dass zu veröffentlichen, was von allgemeinem Interesse
ist. Außerdem sollte eine übersichtliche Gliederung den Internetnutzer durch
die angebotenen Seiten führen. Wichtig: Adressen und
Telefonnummern von Personen, soweit sie nicht den Vereinsvorstand direkt
betreffen, bitte nur mit schriftlichem Einverständnis der jeweiligen
Personen veröffentlichen, dann gibt es im Nachhinein keine Diskussionen.
Hier einige
(beileibe nicht alle) weiteren wichtigen Dinge, die unbedingt beachtet
werden sollten. Leider werden die folgenden Beispiele sehr häufig missachtet
und es kann dann zu Problemen kommen, denn der Verstoß gegen den § 6 des
Teledienstgesetz (TDG) beispielsweise ist eine Ordnungswidrigkeit. Es gibt
bereits „schwarze Schafe“, die das ausnutzen und das Internet nach
Fehlerquellen absuchen, um diese dann gerichtlich abmahnen zu lassen und so
Geld zu machen.
Grundsätzlich muss jeder Internetauftritt einen Verweis auf die Macher, die
in unseren Fällen meist aus den Vereinen kommen, haben. Ein Impressum ist
daher nach Teledienstgesetz (TDG § 6) erforderlich. Dieses Impressum kann
zwar unterschiedlich gestaltet werden, muss aber folgende Angaben enthalten:
- Name und Anschrift des Anbieters. Dazu gehören der
Vorname und Name der Person des Internetgestalters sowie den Vereinsnamen
und der Sitz des Vereins.
- Informationen zur schnellen Kontaktaufnahme, also
Telefon, Fax und/oder Mailadresse.
- Die Angabe des Vereinsregisters mit der Registernummer
ist ebenfalls Bestandteil des Impressums.
- Sofern vom Finanzamt eine
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vergeben wurde, ist auch diese zu
nennen.
- Weiterhin muss genannt werden, wer für den
redaktionellen Inhalt verantwortlich ist.
- Wenn man auf andere Seiten im Internet durch einen Link
auf den eigenen Seiten hinweist, so sollte auch da der Hinweis nicht
fehlen, dass diese Links ohne Gewähr erfolgen und keinerlei Haftung
seitens des Webmasters (Hersteller der Seiten) oder der redaktionell
Verantwortlichen besteht.
Ein weiteres
Problem sind die Urheberrechte an Texten, Bildern und dergleichen.
Gerade im Internet werden diese besonders häufig verletzt. So muss darauf
geachtet werden, dass die Bildrechte gewahrt sind und bei jedem Bild der
Autor genannt wird.
Das Recht am
eigenen Bild ist nämlich ein Persönlichkeitsrecht und daher bestimmt jeder
selber, ob Bilder von ihm veröffentlicht werden. Ausgenommen sind Bilder u.a.
von Versammlungen, Konzerten, Sport und eben auch Vereinsfesten. Aber auch
dann sollte der Fotografierende stets Rücksicht nehmen auf Personen, die
durch ihr Verhalten deutlich machen, dass sie nicht fotografiert werden
wollen, und dies auch unbedingt beachten. Vor allem sollte nicht die Person
(soweit es nicht direkt um diese geht) im Mittelpunkt der Bilder stehen,
sondern stets die Handlung. Beispielsweise das Bestimmen eines Obstes, das
Pflegen der Beete, die Rede des Vorsitzenden, die Aufmerksamkeit der
Mitglieder bei Versammlungen/Vorträgen usw…
Übrigens,
sehr häufig fällt auf, dass Bilder wahllos ins Netz gestellt werden. Hier
sollte mehr Sorgfalt geübt werden. Nicht wahllos irgendwelche Fotos, sondern
nur die aussagefähigsten Bilder sollten verwendet werden. Weniger ist da oft
mehr! Man solle auch daran denken, dass nicht alle ein schnelles DSL haben
und die Bilder nicht zu groß ins Netz stellen. Die Ladezeiten wären dann
einfach zu lang und verleitet den Internetnutzer, auf andere Seiten zu
wechseln. Außerdem sollte die Auflösung so gewählt werden, dass die Bilder
nicht druckreif und damit nicht anderweitig nutzbar als im Netz sind.
Neben diesen
Hinweisen gibt es weitere Dinge, zu beachtet werden sollten. Denn neben
rechtlichen Belangen spielen auch Gestaltungsvarianten eine Rolle, will man
die Internetnutzer auf seiner Seite auch behalten. Generell sollte dabei
beachtet werden, dass eine Webseite auch ständig aktualisiert sein muss.
Nichts ist schlimmer, als wenn die Seiten uralt sind und mitunter der
Betreiber gar nicht mehr existiert. Auch beim Inhalt sollte man sich auf das
beschränken, was die Allgemeinheit interessieren könnte. Vereinsinterne
Dinge gehören nicht ins öffentliche Netz! Immer daran denken, das Internet
ist weltweit öffentlich und da tummeln sich auch „schwarze Schafe“!

Gästebuch ist nicht immer
sinnvoll
Wichtig ist der Umgang miteinander. Internet hat auch
etwas mit „…net(t)“ zu tun. Denn mitunter kann man in Foren und auch in
Gästebüchern beleidigende Inhalte finden, die sich rein vom menschlichen
Umgang miteinander nicht gehören. Was mitunter leicht gesagt wird, kann im
Internet mitunter lange für jeden sichtbar bleiben. Also, aufgepasst beim
Schreiben von Meinungen, speziell in Foren und Gästebüchern!
Übrigens, und das ist besonders wichtig, haftet in
derartigen Fällen nicht der Schreiber, sondern der Betreiber der Seite. Das
Teledienstgesetz (TDG) schreibt sogar vor, dass der Betreiber rechtswidrige
Inhalte (dazu gehören auch beleidigende Inhalte) zu entfernen hat, wenn er
Kenntnis davon hat. Um sicher zu gehen, sollte am besten auf Gästebücher im
Internet verzichtet werden. Besser wäre es, man veröffentlicht nur Auszüge
aus E-Mail-Zuschriften, weil man diese dann leichter bearbeiten kann.


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